Nachwuchskräfte der Abwassertechnik für Baden-Württemberg

 

Nahezu täglich berichten die Medien über zunehmenden Fachkräftemangel in Deutschland. Im Mai 2015 erreichte die Nachfrage an Arbeitsplätzen einen neuen Höchstwert wie der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit berichtet. Dies wird sich durch die geburtenschwachen Jahrgänge in der Zukunft noch weiter verstärken, wodurch die Anzahl der Erwerbstätigen in den nächsten Jahren stark verändern wird. Schätzungen des Statistischen Bundsamtes zufolge wird die Anzahl der Erwerbstätigen in den nächsten 20 Jahren von derzeit 49 Millionen Menschen auf 41 bis 43 Millionen (je nach Stärke der Zuwanderung) zurückgehen. Gleichzeitig werden zwischen 2012 und 2030 geschätzt 17,4 Millionen Personen den Arbeitsmarkt verlassen

Derzeit wird von zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Akteuren an Lösungsansätzen gearbeitet. Es wurde unter anderem von Politik, Unternehmen, Kammern und Sozialpartnern eine „Partnerschaft für Arbeit“ beschlossen, welche die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sichern soll.

Neben diesen Bemühungen muss jede Branche für sich selbst Lösungsansätze erarbeiten.

Die Branche der öffentlichen Wasserver- und Entsorgung ist hierbei besonders gefordert, da das oben beschriebene Problem bisher nicht ausreichend wahrgenommen wurde.

Der DWA Landesverband Baden-Württemberg bietet verschiedene Initiativen und Unterstützung zur Nachwuchsförderung für Kommunen und Betriebe der Abwasserwirtschaft an.

Aber auch das Betriebspersonal und Studenten der Siedlungswasserwirtschaft und Verfahrenstechnik haben Möglichkeiten sich auf Kommunikationsplattformen und regelmäßigen Treffen der Jungen DWA auszutauschen.

So ist z.B. der Stammtisch der Jungen DWA Region Stuttgart mittlerweile ein beliebter Treff, um über Projekte und aktuelle Themen der Wasserwirtschaft zu diskutieren,  an Exkursionen teilzunehmen, sich über mögliche Berufschancen zu informieren und last but not least auch gemeinsam Spaß zu haben.

Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft sind im Bereich Wasser und Abwasser überdurchschnittlich viele Beschäftigte (Abwasser 39 % und Wasser 42 %) über 50 Jahre alt. Um das altersbedingte Ausscheiden zu kompensieren wäre ein hoher Anteil von Beschäftigten unter 25 Jahre notwendig. Jedoch liegt die Branche in dieser Klasse unter dem Bundesdurchschnitt.